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Research in Motions (RIM) Probleme scheinen sich dieser Tage exponentiell zu verschlimmern. Die Diskussionen in der Medienlandschaft über Firmen, die stark auf Blackberry-Services und -Geräte angewiesen sind, nehmen zu. Man spricht offen über Kontingenzpläne im Falle eines längeren Service-Ausfalls, sollte RIM in Konkurs gehen oder aufgekauft werden. Die Situation wird für RIM in den nächsten Wochen und Monaten nur noch schlimmer werden, wenn diese Firmen beginnen ihre Kontingenzppläne in die Tat umzusetzen. Einer Studie zufolge wollen 50% der befragten IT-Verantwortlichen Ihre BlackBerry Enterprise Server (BES) Systeme binnen eines Jahres ersetzen. 70% der Befragten planen dies spätestens in den nächsten zwei Jahren.

Nicht alle BlackBerry-Geräte sollen sofort ausgetauscht werden

Daraus folgt allerdings nicht unmittelbar, dass in dieser Zeitspanne sofort alle BlackBerry-Geräte ausgetauscht werden. Ein BlackBerry Enterprise Server ist proprietäre Technologie, die es System-Administratoren erlaubt, über 500 Sicherheits- und Verwaltungsrichtlinien auf die vernetzen Smartphones anzuwenden. Dies macht BlackBerry nach wie vor zu einem der sichersten und am besten verwaltbaren Smartphones auf dem Markt.Allerdings können BlackBerry-Geräte auch von einer der vielen Mobile Management-Suiten auf dem Markt verwaltet werden, die auch zur Verwaltung von iPhone, iPad und Android, sowie anderer Mobilplattformen eingesetzt werden. IT-Abteilungen, die planen ihren BES zu ersetzen, werden dies höchstwahrscheinlich mit einer Drittanbieter-Management-Lösung tun. Dieser Schritt wird es ihnen  erlauben, weiterhin BlackBerry-Geräte in Ihrem Unternehmen zu unterstützen, sollte RIM untergehen.

Ein doppelter Rückschlag für RIM

Unglücklicherweise für RIM bedeutet dieser Schritt gleich einen doppelten Rückschlag: Auf der einen Seite potentiell verlorene Einnahmen für Lizenz- und Service-Verträge. Auf der anderen Seite bedeutet dies auch das, obwohl diese Unternehmen mittelfristig immer noch BlackBerry-Geräte einsetzen, sie in Zukunft wohl keine zusätzlichen BlackBerries anschaffen werden. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass der Wechsel zu einer Drittanbieter-Management-Lösung es den Unternehmen erlaubt, zwar weiterhin die vorhanden BlackBerries zu unterstützen, gleichtzeitig aber auch andere mobile Lösungen wie z.B. das iPhone getestet und eingesetzt werden können.Eine Drittanbieter-Management-Lösung verschafft die -sehr reale- Möglichkeit die alten BlackBerries bis zum Ende ihres Lebenszyklus zu unterstützen, jedoch gleichzeitig den graduellen Übergang weg von RIM und hin zu einer neuen mobilen Lösung zu gehen.