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Fast die Hälfte (rund 47 Prozent) der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland (KMU), mit bis zu 500 Mitarbeitern, setzt auf Social Media. Die Nutzung sozialer Medien liegt somit bei KMU und großen Konzernen nahezu gleichauf (KMU 47 Prozent, große Unternehmen 46 Prozent). Dies geht aus einer Sonderauswertung der BITKOM-Studie „Social Media in deutschen Unternehmen“ hervor. Hierfür hatte der Branchenverband 723 repräsentativ ausgewählte Unternehmen aller Branchen befragt.

Niedrige Einstiegshürden für Soziale Medien

„Die Einstiegshürden für den Social-Media-Einsatz sind niedrig“, stellt BITKOM-Vizepräsident Heinz-Paul Bonn fest. Er führt aus: „Jedes Unternehmen kann zu geringen Kosten im Social Web präsent sein.“ Unter den Begriff „soziale Medien“ fallen hier Internetangebote und -anwendungen, die es den Nutzern ermöglichen sich zu vernetzen, zu kommunizieren und eigene Inhalte im Web zu verbreiten. Darunter fallen Blogs, genauso wie soziale und Business-Netzwerke wie z.B. Facebook, Xing und Twitter oder Content-Plattformen wie Youtube und Flickr.

Die Nutzung sozialer Medien unterscheidet sich teilweise stark

Die weiteste Verbreitung von Unternehmensprofilen in sozialen Netzwerken finet sich bei KMUs, die zu 86 Prozent vertreten sind – im Gegensatz zu großen Unternehmen mit bislang „nur“ 80 Prozent. Dahingegen werden Blogs lediglich von 28 Prozent der KMUs und 27 Prozent der großen Unternehmen genutzt. Bei den Videoplattformen allerdings gehen die Nutzerzahlen von Unternehmen stark auseinander: Nur 28 prozent der KMUs nutzen Plattfromen wie z.B. Youtube, im Gegensatz zu beeindruckenden 81 Prozent der großen Unternehmen. „Ein Grund dafür ist, dass die Produktion von Videos zeit- und kostenintensiv ist“, komentiert Bonn die Zahlen. Ähnlich, aber nicht ganz so gravierend fallen die Unterschiede beim Kurznachrichtendiesnt Twitter aus: Die Plattform wird von der Hälfte der großen Unternehmen, aber nur von einem Viertel der KMUs genutzt.

Personeller Aufwand schreckt noch viele, kleinere Unternehmen ab

Der personelle Aufwand für den Betrieb von Social-Media Präsenzen ist für viele kleine und mittlere Unternehmen immernoch zu hoch, ergibt die Umfrage: So sagten 28 prozent der Befragten in den KMUs, der zusätzliche, personelle Aufwand beim Betrieb einer Social-Media-Präsenz sei ihnen zu hoch, während nur 15 prozent der befragten Verantwortlichen in Großunternehmen dieser Aussage zustimmten. Der finanzielle Aufwand sei allerdings nur 14 Prozent der KMUs zu hoch, im Gegensatz zu sehr moderaten 8 Prozent der großen Unternehmen. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung sozialer Medien auch im Mittelstand nur selten am Geld scheitert“, fasst Bonn die Daten zusammen. Er stellt abschließend fest: „Der Social-Media-Einsatz bringt den Unternehmen messbare Vorteile: eine schnellere, effizientere Kommunikation, die Erreichung neuer Zielgruppen, zum Beispiel zur Gewinnung neuer Mitarbeiter, oder eine Steigerung der Markenbekanntheit.“ Er gibt den Tipp: „Kleine und mittelständische Unternehmen sollten daher den Einsatz sozialer Medien vorantreiben.“

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